Seestücke
Wasser. Manchmal Meer, manchmal See. Immer Stille. Es ist immer jetzt.
Diese Bilder entstehen nicht aus der Beobachtung einer bestimmten Wasseroberfläche. Sie entstehen aus dem, was Wasser in uns auslöst, wenn wir lange genug hinschauen und aufhören, etwas Bestimmtes sehen zu wollen. Der Fokus wird weich. Der leise Wellenschlag oder das Rauschen hören auf, Klang zu sein. Die Präsenz der Fläche wird zu etwas, das den ganzen Körper durchdringt. Der Horizont hört auf, eine Linie zu sein, und wird zu einer Schwelle zwischen Sehen und Sein. Wasser und endloser Raum verbinden sich.
Was bleibt ist ein Zustand. Offen, still, ohne Begrenzung.
Das Wasser ist hier kein Objekt. Es ist ein Zustand des Bewusstseins. Eine Einladung, den Blick loszulassen und sich dem zu überlassen, was geschieht, wenn wir einfach da sind und empfangen. Gefühlt, nicht gesehen. Empfangen, nicht gedacht.






