Den Körper als leuchtendes Bewusstsein erfahren
Der Körper ist Licht, das sich selbst wahrnimmt
Wir erleben unseren Körper meist als etwas, das wir besitzen, formen und optimieren möchten. Als etwas Festes, Dichtes, Begrenztes. Auch die Welt erscheint uns so: als Materie, als Gegenüber, als etwas Getrenntes. Dieses Erleben steht im Widerspruch zu dem, was wir im tiefen Inneren längst wissen: dass die Wirklichkeit ein einziges, unteilbares Ganzes ist, Ausdruck eines leuchtenden Gewahrseins. Dieser Workshop setzt genau in diesem Spannungsfeld an. Nicht theoretisch, sondern erfahrungsbezogen. Der Körper wird nicht weiter bearbeitet, trainiert oder korrigiert. Stattdessen wird er als unmittelbares Feld von Wahrnehmung erforscht, als Erscheinungsform von Bewusstsein selbst.
Wir stellen hier eine gängige Grundannahme infrage: dass wir durch Tun, Disziplin und Optimierung zu einem besseren Körperbewusstsein gelangen. Yoga, Atemarbeit und Meditation bleiben oft im gleichen Paradigma verhäftet: Ich mache etwas mit dem Körper, meist getragen von dem stillen Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle. In diesem Workshop wird diese Richtung umgekehrt. Der Körper wird nicht gestaltet, sondern empfangen. Empfindungen werden nicht gemacht oder korrigiert, sondern in ihrer unmittelbaren Qualität wahrgenommen. Atem, Spannung, Weite, Bewegung und Stille erscheinen von selbst und werden als Ausdruck eines lebendigen Geschehens erkannt.
Schritt für Schritt verändert sich dadurch die Wahrnehmung: von Dichte zu Durchlässigkeit, von Objekt zu Präsenz, von Kontrolle zu Teilhabe. Der Körper zeigt sich nicht länger als Hindernis auf dem Weg nach innen, sondern als lebendiger Ausdruck desselben Bewusstseins, das auch Gedanken, Gefühle und den Umgang mit der Welt trägt. Friede und Freude sind die Essenz unseres Seins. Und diese Essenz teilen wir mit allem und mit jedem.